Die Geschichte des Boxens

Die ersten Aufzeichnungen gehen auf die Sumerer zurück und sind 7.000 Jahre alt. Auch im alten Ägypten vor 5.000 Jahren wurde der Faustkampf gepflegt. Mit Lederriemen zum Schutz wurde nicht nur um den sportlichen Erfolg gekämpft, es war auch ein Auswahlverfahren für die Besetzung verschiedener Ämter. Bei den Griechen wurde das Boxen bereits bei den 23. antiken Olympischen Spielen als Disziplin aufgenommen. Bei den Römern änderte sich das Bild stark und wurde in Form der Gladiatorenkämpfe fortgestzt. Die modernen Regeln und Techniken wurden erst im 18. Jahrhundert in England von James Figg entwickelt.

Er gründete auch 1720 die erste Boxschule. 1876 wurde die Wettkampfbekleidung mit Boxhandschuhen entwickelt um die Sicherheit der Athleten zu gewähr-leisten. 1904 in St. Louis traten Boxer erstmals bei den Olympischen Spielen der Neuzeit an. Durch die Entwicklung der Medien wurde Boxen einem breiten Publikum zugänglich. Viele Boxer wurden dadurch weltweit bekannt und Top Stars der Sportszene. In Salzburg besteht seit 1952 ein eigener Boxverband . Bis heute wurden über 200 Staatsmeistertitel erkämpft und Olympia-, Weltmeister- und Europameisterschaftsteilnehmer gestellt.

Der soziale Aspekt des Boxtrainings

  • Aggressionsabbau (Ventilfunktion)
    Ziel ist es, Jugendlichen den Boxsport als Ventil für aufgestaute Emotionen als Handlungsalternative anzubieten.
  • Sozialkompetenz entwickeln
    Eigene Grenzen und die Grenzen der Anderen akzeptieren und respektieren lernen. Das bedeutet auch einen
    respektvollen Umgang mit dem Gegenüber, sowie Einfühlungsvermögen für Andere zu entwickeln und in
    Folge Verantwortung für sich selbst und das eigene Handeln zu übernehmen.
  • Eigenes Körpergefühl
    Sich selbst spüren können.
  • Anerkennung und Selbstwertsteigerung
    Jugendliche erhalten durch sportliche Erfolge und die Zugehörigkeit zu einer Gruppe Anerkennung.
  • Fairplay erlernen
    Bedeutet angemessen mit Sieg und Niederlage umzugehen und Regeln anzuerkennen. Durch den respektvollen
    Umgang untereinander wird die Toleranz gefördert.
  • Sport als Integrationsstütze
    Integration verschiedener Nationalitäten und Kulturen – gemeinsames WIR-Gefühl entwickeln.
  • Freizeitgestaltung
    Durch ein kostenloses Angebot wird Jugendlichen aus allen Gesellschaftsschichten die Möglichkeit geboten,
    boxen als sinnvolle Freizeitgestalt zu nutzen.

Philosophie des Boxens - Boxtraining ist Gesund!


Boxen, nur eine Sportart für Machos und Schläger? NEIN! – Boxen verbindet taktisches Denken mit Schnelligkeit, Kraft und harmoni-schen Bewegungsabläufen. Darüber hinaus fördert die faszinierende Sportart das Selbstvertrauen, schult das Konzentrationsvermögen und dient der Fitness. Im Boxtraining sind alle Hauptkomponenten des Sports vereinigt, es fördert die Verbesserung von: Kondition, Schnelligkeit, Koordination, Ausdauer und Kraft.

Ziele

  • Aggressionsabbau (Schulen)
  • Stressabbau
  • Stärkung des Selbstvertrauens
  • Selbstverteidigung
  • Stärkung des Herz/Kreislauf-Systems
  • Fitness (überdurchschnittliche psychophysische
  • Leistungsfähigkeit)
  • Gewichtsverlust
  • Unterstützendes Bewegungstraining für
    ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung) - Patienten

Sportmedizin - Prim. Univ.-Prof. Dr.Dr. Josef Niebauer

Innere Medizin, Kardiologie, Sportmedizin
Universitätsinstitut für präventive und rehabilitative Sportmedizin der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität Salzburg
Institut für Sportmedizin des Landes Salzburg - Lindhofstr. 20 - 5020 Salzburg
 

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